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Achim Reichel (* 28. Januar 1944 in Wentorf bei Hamburg)
Reichel stammt nach eigenen Angaben aus einer Seefahrerfamilie. Sein Vater war Steward an Bord eines Schiffes. Auch Großvater und Onkel fuhren zur See. Er wuchs auf St. Pauli auf, machte eine Kellnerlehre und hörte Rock 'n' Roll, was ihn dazu brachte, Gitarre zu spielen.
Er gründete 1960 die Band The Rattles, die zu einer der erfolgreichsten deutschen Beat-Bands wurde und 1963 mit den Rolling Stones eine England-Tour absolvierte. Bis 1966, zahlreiche Singles und eine Deutschland-Tour mit den Beatles
1968 Bandprojekt Wonderland, das den Hit Moscow landete, der auffällige Psychedelic-Klangeffekte aufwies.
1971 das Projekt "A. R. & Machines" ein Experiment mit elektronischen und psychedelischen Klängen, das ihn über 45 Jahre später in den ausverkauften Großen Saal des neuen Hamburger Kulturtempels, die Elbphilharmonie, führte.
1975 legte Reichel mit Dat Shanty Alb'm erstmals ein Album mit Seemannsliedern (oft als Shantys bezeichnet) vor. Nicht nur der Stilwechsel weg von experimentellen Aufnahmen hin zu volkstümlichen Klängen war verblüffend, sondern auch die Tatsache, dass Reichel seitdem überwiegend Deutsch sang.
1976 trat er mit der Forderung an: „Volksmusik muss leben, und das kann sie nur, wenn man sie in das Klangbild der Zeit hebt." In seinen Liedern blieb die Seefahrt von da an ein häufiges Thema. Auch klassische deutsche und vor allem norddeutsche Lyrik wurde von Reichel vertont (Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland, Der Zauberlehrling, Belsazar, Erlkönig, John Maynard, Nis Randers, Pidder Lüng, Trutz, blanke Hans)
Ab 1980 zahlreiche LP-Veröffentlichungen. Gegen Ende der 1980er Jahre wurde Reichels Repertoire wieder rockiger, ab 1988 Reunion-Konzerte mit den Rattles, die sich 1977 getrennt hatten.
1991 erschien Reichels Studio-LP Melancholie & Sturmflut mit dem im Juli des Jahres erschienenen Sommerhit Aloha heja he, den er selbst schrieb und komponierte und der Spiegel als „Mitgröl-Shanty" klassifizierte. Das Lied kam auf Platz 5 der Deutschen Singlecharts, brachte ihm eine Goldene Schallplatte ein und wurde zu seiner erfolgreichsten Singleauskopplung.
Auf Bitten von Greenpeace nahm Reichel 1996 einen Song über die Havarie des Öltankers Exxon Valdez und die dadurch ausgelöste Umweltkatastrophe auf.
Seine von Publikum und Presse gefeierte Tournee SOLO MIT EUCH, mein Leben meine Musik-gesungen und erzählt führte Reichel in fünf Jahren durch mehr als 60 deutsche Städte.
2024 erschien sein Live-Album Schön war es doch – Das Abschiedskonzert. Im Alter von 80 Jahren dachte Reichel daran, seine Bühnenkarriere zu beenden. Anfang 2025 verriet er in einem Gespräch, dass er durchaus noch neue Ideen im Kopf habe, an deren Umsetzung er arbeite.
Achim Reichel feierte seinen 50. Geburtstag
Drum wurde in Hamburgs GROSSER FREIHEIT zwei Tage Party anberaumt. Und da ging dann die Post ab. Aufgenommen wurde die Sause und brachte eine aussergewöhnliche Live-CD hervor.
Artikelnummer: 1CDARgf-2
1994
18,00 Euro